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	<title>Anwalt Niemeyer &#187; Informationspflicht</title>
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		<title>Aktuelle Rechtsprechung zu Impressumspflichten im Internet</title>
		<link>http://anwaltniemeyer.de/artikel/22/2008</link>
		<comments>http://anwaltniemeyer.de/artikel/22/2008#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 18 May 2008 14:35:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>RA Jens-Christof Niemeyer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internetrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Wettbewerbsrecht]]></category>
		<category><![CDATA[E-Mail]]></category>
		<category><![CDATA[Erheblichkeitsschwelle]]></category>
		<category><![CDATA[Impressum]]></category>
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		<category><![CDATA[Wettbewerbsverstoß]]></category>

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		<description><![CDATA[Kontaktformular kann Angabe der E-Mail-Adresse nicht ersetzen, Impressumspflicht betrifft sämtliche kommerziellen Telemediendienste]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zwei jüngst bekannt gewordene Urteile befassen sich mit der konkreten Ausgestaltung der Impressumspflichten im Internet. Das Landgericht Essen hat in seinem Urteil vom 19. September 2007 (Aktenzeichen: <a href="http://www.justiz.nrw.de/nrwe/lgs/essen/lg_essen/j2007/44_O_79_07urteil20070919.html">44 O 79/07</a>) festgestellt, dass die Verwendung eines Kontaktformulars anstelle der Angabe einer E-Mail-Adresse den Anforderungen des <a href="http://www.bundesrecht.juris.de/tmg/__5.html">§ 5 I Nr. 2 TMG</a> nicht genügt. Die Vorschrift verlangt:</p>
<blockquote><p>Angaben, die eine schnelle elektronische Kontaktaufnahme und unmittelbare Kommunikation mit ihnen ermöglichen, einschließlich der Adresse der elektronischen Post</p></blockquote>
<p>Es ist erstaunlich, dass diese Frage überhaupt zu entscheiden war. Schließlich kann die Vorschrift – in Anbetracht der bloßen Existenz des zweiten Halbsatzes – hinsichtlich des Erfordernisses der Angabe der E-Mail-Adresse kaum missverstanden werden. So sah es auch das Landgericht. Ein Kontaktformular stelle sich lediglich als technische Vorrichtung dar, durch die eine Verbindung hergestellt werden könne. Als Angabe, die eine schnelle elektronische Kontaktaufnahme ermögliche, sei es nicht geeignet. Dies träfe typischerweise nur auf die E-Mail-Adresse zu. <span id="more-22"></span></p>
<p>Das Hanseatische Oberlandesgericht hat sich in einem Beschluss vom 3. April 2007 (Aktenzeichen: <a href="http://medien-internet-und-recht.de/pdf/VT_MIR_2008_112.pdf">3 W 64/07</a>) mit dem Anwendungsbereich der Impressumspflicht befasst. Trotz der Formulierung »geschäftsmäßige, in der Regel gegen Entgelt angebotene Telemedien« in § <a href="http://dejure.org/gesetze/TMG/5.html" title="&sect; 5 TMG: Allgemeine Informationspflichten">5</a> I TMG sind die in der Vorschirft normierten allgemeinen Informationspflichten nicht auf Internetangebote beschränkt, die gegen Entgelt angeboten werden. Vielmehr ergebe sich aus der Entstehungsgeschichte der Vorschrift, dass sie auf sämtliche kommerziellen Telemediendienste anzuwenden sei. Hierfür spreche nicht zuletzt <a href="http://www.bundesrecht.juris.de/tmg/__1.html">§ 1 I 2 TMG</a>, wonach das Telemediengesetz für alle Anbieten unabhängig davon gelten soll, »ob für die Nutzung ein Entgelt erhoben wird«. Von der Impressumspflicht seien demnach nur Websites privater Anbieter und von Idealvereinen ausgenommen.</p>
<p>Bemerkenswert an der letztgenannten Entscheidung ist zudem der Umstand, dass das Gericht im Unterlassen der gemäß § <a href="http://dejure.org/gesetze/TMG/5.html" title="&sect; 5 TMG: Allgemeine Informationspflichten">5</a> I Nrn. 3, 4 TMG erforderlichen Angaben der zuständigen Aufsichtsbehörde und der Handelsregisternummer in einem ansonsten nicht zu beanstandenden Impressum nur Wettbewerbsverstöße unterhalb der Erheblichkeitsschwelle des § <a href="http://dejure.org/gesetze/UWG/3.html" title="&sect; 3 UWG: Verbot unlauterer gesch&auml;ftlicher Handlungen">3</a> UWG sah, weshalb ein wettbewerbsrechtlicher Unterlassungsanspruch hierauf nicht gestützt werden könne.</p>
<hr /><small>Dieser Artikel stammt von Rechtsanwalt Jens-Christof Niemeyer, <a href="http://anwaltniemeyer.de/artikel/22/2008">anwaltniemeyer.de</a>.<br />Digitale Kennung:  52ac98b9e031493a63e2ce3c1ab80e47.</small>]]></content:encoded>
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		<title>Übersicht: Streitwerte bei Verstößen gegen Informations- und Belehrungspflichten</title>
		<link>http://anwaltniemeyer.de/artikel/13/2008</link>
		<comments>http://anwaltniemeyer.de/artikel/13/2008#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 04 Jan 2008 18:28:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>RA Jens-Christof Niemeyer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internetrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Wettbewerbsrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Abmahnung]]></category>
		<category><![CDATA[fliegender Gerichtsstand]]></category>
		<category><![CDATA[Informationspflicht]]></category>
		<category><![CDATA[Onlinehandel]]></category>
		<category><![CDATA[Streitwert]]></category>
		<category><![CDATA[Wettbewerbsverstoß]]></category>
		<category><![CDATA[Widerrufsbelehrung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die von den Gerichten festgesetzten Streitwerte bewegen sich in einem breiten Spektrum.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nicht nur Tauschbörsenteilnehmer werden zum Ziel von Abmahnungen, auch Onlinehändler geraten immer wieder in die Opferposition. Dass das Instrument der Abmahnung in diesen Fällen immerhin  in einem ihrer ursprünglichen Kernbereiche, dem Wettbewerbsrecht, eingesetzt wird, ist den Betroffenen jedoch regelmäßig kein Trost. Schließlich glaubten sie – im Unterschied zu einer Vielzahl der Filesharer, die über die Illegalität ihres Tuns wissen und einfach hoffen, nicht erwischt zu werden – daran, sich nichts vorzuwerfen zu haben. Darum soll es hier jedoch nicht gehen. Anlass für diesen Beitrag ist vielmehr der Hinweis auf einen <a href="http://www.shopbetreiber-blog.de/2007/12/12/fliegender-gerichtsstand-was-kostet-eine-falsche-widerrufsbelehrung/">Beitrag des shopbetreiber-blogs</a>, wo man sich die Mühe gemacht hat, von unterschiedlichen Gerichten festgesetzte Streitwerte in Verfahren wegen Verstößen gegen Informations- und Belehrungspflichten darzustellen. Das Spektrum reicht von 900 € (OLG Düsseldorf) bis zu 15.000 € (OLG Stuttgart). <span id="more-13"></span></p>
<p>Diese erhebliche Spannbreite ähnlich gelagerter Fälle veranschaulicht eindrucksvoll, was man sich unter freiem gerichtlichen Ermessen des Streitwerts gemäß <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/zpo/__3.html">§ 3 ZPO</a> vorzustellen hat.</p>
<table>
<tr>
<th>Streitwert</th>
<th>Gericht</th>
<th>Aktenz.</th>
<th>Gegenstand d. Verf.</th>
<th>Anwaltskosten</th>
</tr>
<tr>
<td>900 €</td>
<td>OLG Düsseldorf (Beschluss v. 5.7.2007)</td>
<td><a href="http://medien-internet-und-recht.de/druckversion_mir.php?mir_dok_id=1338">I-20 W 15/07</a></td>
<td>Widerrufsbelehrung</td>
<td>120,67 €</td>
</tr>
<tr>
<td>3.000 €</td>
<td>OLG Celle (Beschluss v. 19.11.2007)</td>
<td><a href="http://www.jurpc.de/rechtspr/20070210.htm">13 W 112/07</a></td>
<td>Widerrufsbelehrung </td>
<td>316,18 €</td>
</tr>
<tr>
<td>4.000 €</td>
<td>LG Münster (Urteil v. 4.4.2007)</td>
<td><a href="http://www.ec-basics.de/pdf/ecp107.pdf">2 O 594/06</a></td>
<td>Widerrufsbelehrung</td>
<td>402,82 €</td>
</tr>
<tr>
<td>5.000 €</td>
<td>OLG Hamburg (Beschluss v. 30.10.2007)</td>
<td><a href="http://medien-internet-und-recht.de/druckversion_mir.php?mir_dok_id=1432">3 W 189/07</a></td>
<td>Informationspflicht</td>
<td>489,45 €</td>
</tr>
<tr>
<td>10.000 €</td>
<td>OLG Hamm (Beschluss v. 28.3.2007)</td>
<td><a href="http://medien-internet-und-recht.de/druckversion_mir.php?mir_dok_id=664">4 W 19/07</a></td>
<td>z.B. Verstoß gegen Preisangabenverordnung</td>
<td>775,64 €</td>
</tr>
<tr>
<td>15.000 €</td>
<td>OLG Stuttgart (Beschluss v. 23.8.2007)</td>
<td><a href="http://lrbw.juris.de/cgi-bin/laender_rechtsprechung/document.py?Gericht=bw&#038;GerichtAuswahl=OLG+Stuttgart&#038;Art=en&#038;Datum=2007-8&#038;nr=9388&#038;pos=0&#038;anz=10">2 W 46/07</a></td>
<td>Impressum + Widerrufsbelehrung</td>
<td>899,40 €</td>
</tr>
</table>
<p>Die informationshalber angegebenen Kosten für die anwaltliche Vertretung – einer Partei – setzen sich aus einer 1,3fachen Geschäftsgebühr gemäß Nr. 2300 VV RVG, der Auslagenpauschale (Nr. 7002 VV RVG) und der Umsatzsteuer (Nr. 7008 VV RVG) zusammen.</p>
<hr /><small>Dieser Artikel stammt von Rechtsanwalt Jens-Christof Niemeyer, <a href="http://anwaltniemeyer.de/artikel/13/2008">anwaltniemeyer.de</a>.<br />Digitale Kennung:  52ac98b9e031493a63e2ce3c1ab80e47.</small>]]></content:encoded>
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